Der BBL-Klassiker der letzten 60 Jahre: Berlin gegen Bamberg als meistgespielte Paarung der Basketball Bundesliga
Kein anderes Duell wurde häufiger ausgetragen. Zahlen, Spiele und Momente einer Rivalität von den Achtzigern bis heute.
Kein anderes Duell wurde in der 60-jährigen Geschichte der BasketballBundesliga häufiger ausgetragen als Berlin gegen Bamberg. Die Paarung zwischen ALBA BERLIN und Brose Bamberg kommt bislang auf 129 Pflichtspiele und ist damit die meistgespielte Begegnung derLigahistorie. Ihre Anfänge reichen in die Achtzigerjahre zurück, als Berlin noch als DTV Charlottenburg und Bamberg als 1. FC Bamberg firmierte. In der Rangliste der häufigsten Duelle folgen mit Abstand Bamberg gegen Gießen (126 Spiele), Leverkusen gegen Hagen (118), Berlin gegen Leverkusen (116) undBamberg gegen Ludwigsburg (107).

Die sportliche Bilanz fällt zugunsten der Berliner aus. Von den 129 Partien gewann Berlin 81, während Bamberg 48 Siege verbuchte. In Berliner Fankreisen hielt sich über Jahre hinweg der Spitzname „Bamberger Bauern“ für den Gegner aus Oberfranken. Neben der reinen Anzahl an Spielen sind auch die deutlichsten Erfolge dieser Paarung zu bemerken. Den höchsten Berliner Sieg gab es am 17. September 1999, als Bamberg mit 95:51 geschlagen wurde. Der höchste Bamberger Erfolg folgte am 18. Dezember2010 mit einem 103:52 gegen Berlin. Beide Partien wurden jeweils vom Heimteam gewonnen.
Über mehrere Jahrzehnte hinwegkam es in den Playoffs regelmäßig zu Begegnungen der beiden Mannschaften. Bamberg gewann 1986/87 das Viertelfinale mit 2:1, ein Jahr später revanchierte sich Berlin mit 2:1. In den Spielzeiten 1990/91 und 1994/95 setzte sich Berlin jeweils im Halbfinale durch, 1998/99 folgte ein glatter 3:0-Erfolg im Viertelfinale. 2003/04 entschied Bamberg ein enges Halbfinale mit 3:2 für sich, bevor 2010/11 das bislang einzige Finals Duell der beiden Teams folgte, welches Bamberg mit 3:2 gewann. Zuletzt trafen beide Teams 2021/22 im Viertelfinale aufeinander, das Berlin mit 3:0 für sich entschied. Auch für die Saison 2025/26 gelten beide Clubs erneut als Playoff-Kandidaten.

Neben den Playoffs und Ligaspielen, kreuzten sich die Wege beider Teams auch häufig im BBL Pokal. Berlin gewann nach einem Halbfinalsieg gegen Bamberg 1996/97 den Wettbewerb, Bamberg entschied 1997/98 das Viertelfinale für sich. 2005/06 folgte das erste Pokalfinale zwischen beiden Klubs, das Berlin mit 85:73 gewann. Weitere direkte Duelle gab es in den Halbfinals 2013/14 (Berlin), 2014/15 (Bamberg) und 2019/20 (Berlin) sowie im Finale 2018/19, das Bamberg mit 83:82 für sich entschied. Auch im Pokal der Jubiläumssaison 2025/26 zählen beide Teams bereits zu den TOP FOUR und könnten im Finale wieder aufeinanderstoßen.

Ein besonders häufig zitierter Moment dieser Paarung ist das Playoff-Halbfinale 2004, als Bamberg mit einem 93:68-Auswärtssieg in Berlin die sieben Jahre andauernde Berliner Meisterserie beendete. Angeführt wurde das Team von dem damals 22-jährigen Steffen Hamann, der 25 Punkte erzielte und Berliner Führungsspieler wie Henrik Rödl, Marko Pešić und Mithat Demirel in den Schatten stellte.
Ebenfalls fest in der gemeinsamenHistorie verankert ist das Pokalfinale 2006, das Berlin unter Trainer Henrik Rödl mit 85:73 gewann. Ausgetragen wurde das Spiel in Bamberg, wo damals noch Dirk Bauermann coachte.
Berlin gegen Bamberg steht damit weniger für einzelne Epochen oder Zuschreibungen, sondern vor allem für Kontinuität: 129 Spiele, zahlreiche Serien und eine Paarung, die die Statistik der Basketball Bundesliga wie keine andere geprägt hat.