Ein Finale für die Geschichtsbücher: Heidelbergs Meisterschaft 1973
In der 60 Jahre umfassenden Geschichte der Basketball Bundesliga gehören manche Endspiele zu den Momenten, die den Charakter der Liga besonders geprägt haben.
Die Finalserie um die deutsche Meisterschaft 1973 zwischen dem USC Heidelberg und dem MTV Gießen zählt zu den spannendsten Momenten um die Deutsche Meisterschaft im deutschen Basketball. In zwei Finalspielen konnte sich der USC Heidelberg nur hauchdünn durchsetzen und ihre achte Deutsche Meisterschaft sichern.

Schon das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams zeigte, wie eng der Kampf um den Titel werden würde. In Gießen lieferten sich beide Mannschaften ein intensives Duell, in dem sich keine Seite entscheidend absetzen konnte. Als die Schlusssirene ertönte und die Anzeigetafel ein 70:70 anzeigte, war klar: Die Entscheidung um die Meisterschaft würde erst im Rückspiel fallen.
Am 24. März 1973 richteten sich alle Blicke nach Heidelberg. Vor heimischer Kulisse entwickelte sich erneut ein Spiel voller Spannung und Wendungen. Der USC erwischte den besseren Start, doch Gießen kämpfte sich im Laufe der Partie zurück und erzwang kurz vor dem Ende eine Verlängerung. Mit 65:65 ging es in die Overtime.
Auch in der zusätzlichen Spielzeit blieb das Finale dramatisch. Sekunden vor Schluss schien der USC mit einer 71:68 Führung bereits auf dem Weg zum Titel zu sein, ehe Gießen mit der Schlusssirene einen spektakulären Distanzwurf traf. Der Ball fiel tatsächlich durch den Korb – doch zu einer Zeit, in der es noch keine Dreipunktlinie gab, reichte der Treffer nicht mehr zum Ausgleich.
So blieb es bei einem denkbar knappen 71:70 Erfolg für Heidelberg. Der USC Heidelberg gewann die Finalspiele und sicherte sich damit seine viel umjubelte achte deutsche Meisterschaft.
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Rückblickend steht dieses Finale exemplarisch für die frühen Jahre der Bundesliga: enge Spiele, große Rivalitäten und für Vereine wie Heidelberg, die den deutschen Basketball in dieser Phase maßgeblich geprägt haben. Der dramatische Titelgewinn von 1973 gehört deshalb bis heute zu den unvergesslichen Kapiteln der Ligageschichte.